Gegensätze Arrowtown und Queenstown

In Arrowtown scheint – zumindest oberflächlich gesehen – die Zeit stehen geblieben zu sein. Klein ist der Ort. Es gibt eigentlich nur eine kurze Hauptstraße, in der sich alles abspielt. Und ich fühle mich wie eine Zeitreisende in eine Stadt im Wilden Westen vor hundert Jahren versetzt. Mehr als 60 der ursprünglichen Holz-und Steingebäude aus der Zeit des Goldrauschs um 1860 sind hier noch erhalten – heute jedoch mit modernem Leben gefüllt. Das Gold des heutigen, modernen Lebens: Touristen und ihre Kreditkarten.

Wir machen einen Bummel durch die kleine Innenstadt und schauen uns die etwas außerhalb gelegenen alten chinesischen Goldgräber-Häuschen an. Man kann sie kaum so nennen, denn es sind eher kleine Hütten und Baracken, die damals separat von Arrowtown am Fluß den nach Gold suchenden Chinesen als Unterkunft gedient haben. Ein Stück Dokumentation der damaligen Rassendiskriminierung, denn die Chinesen durften weder in der Stadt Arrowtown leben, noch neue Goldclaims bearbeiten, sondern nur die bereits von Weißen abgearbeiteten Claims nachbearbeiten.

Nach unserer Besichtigungstour durch Arrowtown fahren wir Richtung Queenstown. Auf dem Weg stoppen wir am Hayes See, um den ein wunderschöner Spazierweg führt. Und da Sonntag ist, die Sonne scheint und der See ein herrliches Panorama auf die umliegenden Gebirgszüge bietet, finden wir bei unserer Rückkehr zum Auto viele Neuseeländer vor, die mit Kind und Kegel am See picknicken. Leider haben wir nichts zum picknicken dabei und so fahren wir weiter nach Queenstown.

Queenstown – was für ein Gegensatz. Hier tobt das Leben der Backpackerszene. Outdoorsportarten jeder Richtung werden angeboten. Skydiving, Jetboating, Paragliding, Bungyjumping, … um nur ein paar der Dinge zu nennen, die hier „hip“ sind. Für 700 $ kann man sich seinen perfekten Extremsporttag zusammenstellen. Wir wählen eine für andere vielleicht langweilige Unterhaltungsvariante und bummeln einfach nur durch die Stadt, stöbern ein wenig in den Outdoorgeschäften und gönnen uns ein sehr leckeres Eis im „Patagonia“ – Eisdiele, Cafe und Chocolaterie im argentinischen Stil.

 

Abends zurück in Arrowtown freuen wir uns über unser tolles Zimmer in der Poplar Lodge, kochen uns ein Kürbis-Zucchini-Curry und lassen den Tag mit einem Gläschen Wein ausklingen.

Den nächsten Tag verbringen wir nochmals in Queenstown auf der Durchreise nach Te Anau. Wir erfahren uns mit der Gondel einen Panoramablick über Queenstown. Außerdem befährt die 99 Jahre alte TSS Earnslaw den Lake Wakatipu und nimmt uns für 2 Stunden mit, bevor wir dann die 2 ½ stündige Fahrt nach Te Anau in Angriff nehmen.

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