San Jose – Miami – Lima – Arequipa

Mein Flugticket für mein Weltenbummler-Jahr ist mir wirklich ans Herz gewachsen, erlaubt es mir doch relativ kostengünstig einmal um die Welt zu fliegen. Und hört sich ‚Round-the-World-Ticket‘ nicht gut an? Nur manchmal, machmal muß ich eben – wie im echten Leben auch – einen Umweg in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen. Und so ist die Route San Jose/Costa Rica – Miami/Florida – Lima/Peru – Arequipa/Peru zustande gekommen. Würden diese Orte zusammen in einem Intelligenztest auftauchen, würde die zugehörige Frage natürlich lauten: Welcher der vier Orte fällt aus der Reihe?  

Von Costa Rica will ich weiter nach Peru. Mein Flug hat bereits in San Jose/Costa Rica Verspätung. Vielleicht hätte ich bei der Planung meiner Route einfach einige Tage in Miami einplanen sollen. Habe ich aber nicht. Ist da meine natürliche Abneigung gegen USA-Reisen durchgeschlagen? So komme ich nachts um 23 Uhr mit über einer Stunde Verspätung auf dem Flughafen in Miami an. USA-erfahrene Reisende werden wissen, daß in den USA kein internationaler Transit möglich ist. Also führt mich mein Weg durch die Immigration und dann zum Gepäckband. Habe ich mir vor dem Flug wegen der knappen Transitzeit Sorgen wegen möglicher Verzögerungen bei der Immigration gemacht, holt mich jetzt die Realität an anderer Stelle ein. Immigration in Rekordzeit abgehakt, meinen Rucksack im Schlepptau, meinen Boardingpass für Lima gezückt will ich wieder einchecken. Auch der Lima-Flieger hat Verspätung und wird erst in 2 Stunden abfliegen. Aber…. Gepäckannahme und Security haben auf dem Flughafen bereits Feierabend gemacht und ich komme nicht mehr in den Abflugbereich hinein.

Abfertigungsschalter von American Airlines? Sämtlich geschlossen. Eine geschlagene Stunde brauche ich, bis ich einen Mitarbeiter von American Airlines finde, der um diese Uhrzeit noch arbeitet und sich für mich und mein Problem zuständig fühlt. Die Mitarbeiterin der Mitternachtsschicht – die aber erst deutlich nach Mitternacht an ihrem Schalter auftaucht – teilt mir dann mit, daß ich heute nicht mehr nach Lima fliegen könnte. Wer hätte das gedacht. Skurril, daß der Lima-Flieger immer noch in Miami steht – so nah und doch unerreichbar für mich.

So verbringe ich auf Kosten von American Airlines eine Nacht in Miami. Erhalte bei Nacht einen kleinen Eindruck von Miami. Bin überrascht, daß alle spanisch sprechen. Bin ich hier in den USA? Aber ja, hier leben ja all die Exilcubaner, die dem Kommunismus den Rücken zugekehrt haben und dem Konsumismus frönen. Da mein Magen hartnäckig Hunger signalisiert – der Flug San Jose – Miami – war ohne Verpflegung – trabe ich einmal über die 4-spurige Straße und hole mir im gegenüberliegenden Imbiß einen waschechten amerikanischen Burger mit Pommes und Coca Cola. Lecker!

Angesichts meiner schmerzenden Achillessehnen erkunde ich am nächsten Tag Miami nicht, sondern verbringe ein paar Stunden am Hotelpool, bevor ich dann erneut versuche für meinen Flug nach Lima einzuchecken – diesmal mit Erfolg. Peru ich komme!

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